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Das Studium an deutschen Hochschulen unterscheidet sich ganz wesentlich vom Studium in Kirgistan. Wichtig ist hier zunächst einmal der Begriff der „akademischen Freiheit“. Die akademische Freiheit bezieht sich auf alle Bereiche: die institutionelle Autonomie der Hochschulen, die Lehrfreiheit der Professoren und die Wahlfreiheit der Studierenden. Nachdem sie sich für einen Studiengang eingeschrieben haben, besuchen deutsche Studenten Veranstaltungen nicht oder kaum zusammen mit ihren „sokursniki“ – so einen Begriff gibt es noch nicht einmal an deutschen Hochschulen -, sondern wählen ihre Vorlesungen und Seminare selber aus. Natürlich gibt es Studienpläne, aber die gehen oft über allgemeine Richtlinien nicht hinaus. Das heißt, dass von den Studierenden von Anfang an sehr viel mehr Selbständigkeit und Eigenverantwortung gefordert wird. Deutsche Studienanfänger sind nicht nur im Durchschnitt mindestens zwei Jahre älter als kirgisische Schulabsolventen – sie sind auch stärker zur Selbständigkeit erzogen. Hier müssen sich gerade junge Kirgisen, die zum Erststudium nach Deutschland gehen, erst einmal umstellen.
Die freiere Struktur des Studiums führt dazu, dass an deutschen Hochschulen oft länger studiert wird. So liegt das Durchschnittsalter der Absolventen bei 28 Jahren. Bei der finanziellen Planung eines Studiums in Deutschland sollte das unbedingt in Betracht gezogen werden.
Zunehmend stellen die deutschen Universitäten im Rahmen des Bolognaprozesses ihre Studiengänge auf Bachelor und Master um.  Diese Studiengänge sind stärker struktuerier, dh.h. es gibt genaue Studienpläne für jedes Semester. An den meisten Universitäten kann man die entsprechenden Studienpläne im Internet einsehen – und das sollte man vor Studienbeginn auch unbedingt tun!

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